Der am 7. November präsentierte Österreichische Infrastrukturreport 2025 liefert klare Prioritäten und Forderungen der heimischen Führungskräfte im Bereich des intermodalen Verkehrs. So fordern die befragten Manager eine Stärkung des Schienenverkehrs für Gütertransporte.
Insbesondere wünschen sich 24 Prozent der befragten Führungskräfte erweiterte Angebote zur Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene, um die bestehende Infrastruktur besser zu nutzen und den Verkehr umweltfreundlicher zu gestalten. 78 Prozent äußern den Wunsch, dass die Anbindung Österreichs an das internationale Bahnnetz verbessert werden muss. Weitere 77 Prozent der Befragten fordern einheitliche Rahmenbedingungen für den Schienengüterverkehr in der gesamten EU, um Effizienz und Transparenz im grenzüberschreitenden Verkehr zu erhöhen. 83 Prozent sehen die Notwendigkeit, funktionierende Schnittstellen und Terminals in Österreich zu forcieren, um den Güterverkehr reibungsloser abzuwickeln.
„Zusammengefasst zeigt sich, dass die Politik gezielte Maßnahmen zur Stärkung des Schienengüterverkehrs und zur Verbesserung der internationalen Anbindung setzen sollte", resümiert Davor Sertic, Obmann der Sparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Wien. Zudem werden eine Vereinheitlichung der Rahmenbedingungen auf europäischer Ebene sowie eine bessere Anbindung durch funktionierende Schnittstellen als dringend erforderlich angesehen. Die Sparte Transport und Verkehr erkannte die Relevanz dieser Thematik bereits 2022 und setzt sich mit dem Projekt "KMU goes Intermodal" intensiv mit den Potenzialen, Herausforderungen und Rahmenbedingungen des intermodalen Verkehrs auseinander.
Politische Handlungsfelder
Um optimale Rahmenbedingungen für den intermodalen Verkehr zu schaffen, sieht Obmann Sertic unter anderem folgende fünf politische Handlungsmöglichkeiten: